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In jeder Ausgabe unseres kostenlosen monatlichen Newsletters stellen wir Ihnen eine Persönlichkeit aus dem Bereich der Frühpädagogik vor. Die bisher erschienenen „Steckbriefe“ haben wir Ihnen hier zum Nachlesen zusammengestellt.
Privatdozentin Frau Dr. Fabienne Becker-Stoll ist seit 1. Januar 2006 Leiterin des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) in München (siehe auch www.ifp.bayern.de bzw. www.familienhandbuch.de. Sie studierte Psychologie in Regensburg und war dort wissenschaftliche Mitarbeiterin, Forschungsschwerpunkte waren die Beziehungsqualität zwischen Eltern und Kinder von der frühen Kindheit bis zum Jugendalter, Entwicklung und Erprobung von Methoden zur Erfassung von Beziehungsqualitäten. | ![]() |
1997 schloss sie ihre Promotion mit dem Thema "Autonomie und Verbundenheit im Interaktionsverhalten von Jugendlichen und Eltern" ab und forschte anschließend am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München zum Schwerpunkt Bewältigung von Entwicklungsaufgaben im Jugendalter und den Folgen der Eltern-Kind-Beziehung bei essgestörten Jugendlichen. Frau Dr. Fabienne Becker-Stoll hat seit 2003 einen Lehrauftrag an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im Juni 2010 wurde Frau Dr. Becker-Stoll von der Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder in die Sachverständigenkommission zum 8. Familienbericht der Bundesregierung berufen und im Juli 2010 in das Bundesjugendkuratorium (BJK). Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. | |
Nach wie vor beschäftigen mich die Qualität und die Ressourcen in Kindertageseinrichtungen - von der Krippe bis zum Hort. Ich denke, dass wir viel mehr an Ressourcen in jeder Hinsicht in die frühkindliche Bildung stecken müssen. Genügend Geld, Raum, Zeit und vor allem genügend gut ausgebildete Fachkräfte sind notwendig, um die vielfältigen Anforderungen an die Kindertageseinrichtungen stemmen zu können.
Zunächst komme ich privat mit Kindertageseinrichtungen in Berührung, da habe ich mit meinen Kindern in München so ungefähr alles schon erlebt - von der elterninitiierten Krippe über Tagesmutter, Kindergarten und Hort bzw. Mittagsbetreuung - und viele Schwierigkeiten mitbekommen. Beruflich habe ich öfter Kontakt mit pädagogischem Fachpersonal auf Vorträgen, Workshops und Fachkongressen. Da ich im Gegensatz zu meinen Mitarbeiterinnen persönlich nicht die Qualität in den Einrichtungen erhebe, komme ich seltener beruflich in Kindertageseinrichtungen. Ich werde aber immer wieder zu Eröffnungen eingeladen oder besuche auch Einrichtungen.
Ich würde mich weiterhin für den Ausbau qualitativ hochwertiger Kindertageseinrichtungsplätze für alle Kinder einsetzen. Damit Eltern in Deutschland tatsächlich eine Wahl haben, brauchen wir - so wie beispielsweise in Finnland - für jedes Kind die Möglichkeit, eine qualitativ hochwertige Kindertageseinrichtung zu besuchen. Damit müssten für alle Kinder Vollzeitplätze zur Verfügung stehen, unabhängig davon, wo das Kind lebt und ob seine Eltern diese Plätze überhaupt oder nur teilweise in Anspruch nehmen möchten.
Was für eine schöne Frage - nach kurzer Überlegung würde ich sagen "Tom Sawyer" von Mark Twain. Meine Mutter hat uns schon bevor wir in die Schule kamen die Abenteuer von Tom Sawyer vorgelesen, und ich fand Tom Sawyer unglaublich frech und gleichzeitig auch sehr schlau. In der Grundschule durften wir in der vierten Klasse aus unserem Lieblingsbuch eine Stelle vorlesen. Da habe ich natürlich aus Tom Sawyer vorgelesen, wo er den bitteren Hustensaft erst in die Parkettritzen einfüllt und dann der Katze einflößt, die daraufhin wie eine Rakete durch das Wohnzimmer saust und alles auf ihrem Weg umstößt ? ich fand das unglaublich lustig.
Letztes Jahr habe ich Tom Sawyer meiner Tochter vorgelesen, dabei ist mir aufgefallen, wie spannend das Buch geschrieben ist. Ich glaube, meiner Tochter hat es auch gut gefallen, aber nicht so gut wie Ronja Räubertochter - das wäre wohl ihre Lieblingsfigur.